Angst ist eine normale Reaktion des Körpers auf Gefahr oder Unsicherheit. Vor einer Prüfung, einem Vorstellungsgespräch oder einem schwierigen Gespräch hilft uns ein wenig Anspannung, uns zu konzentrieren. Problematisch wird es, wenn dieser Alarm häufig, stark und ohne erkennbaren Grund anspringt — und sich nicht mehr abschaltet.
Wie sich Angst zeigt
Angst ist nicht nur „Sorge im Kopf“. Sie betrifft Gedanken, Körper und Verhalten:
- Psychisch: ständiges Grübeln, kreisende Gedanken, Konzentrationsschwierigkeiten, das Gefühl, dass gleich etwas Schlimmes passiert.
- Körperlich: Herzrasen, Muskelanspannung, flache Atmung, Zittern, Schwitzen, Magen- oder Schlafprobleme.
- Im Verhalten: Vermeidung von Situationen, übermäßiges Kontrollieren, Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen oder Entscheidungen zu treffen.
Manche Menschen erleben Panikattacken: plötzliche Wellen intensiver Angst mit Herzklopfen, Schwindel und dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. So beängstigend sie sind — Panikattacken sind nicht lebensgefährlich und lassen sich erfolgreich behandeln.
Wann Angst zum Problem wird
Von einer Angststörung spricht man, wenn die Angst in keinem Verhältnis zur Situation steht, über Wochen oder Monate anhält und Beruf, Beziehungen oder Alltag beeinträchtigt. Die häufigsten Formen sind die generalisierte Angststörung, die Panikstörung, die soziale Angst und spezifische Phobien. Was in Ihrem Fall vorliegt, kann nur eine fachliche Abklärung zeigen.
Was Sie selbst tun können
- Halten Sie einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein und bewegen Sie sich täglich, schon ein kurzer Spaziergang hilft.
- Reduzieren Sie Kaffee, Alkohol und Nikotin, da sie Angst verstärken können.
- Probieren Sie langsames Atmen: 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus, für einige Minuten.
- Vermeiden Sie belastende Situationen nicht immer — Vermeidung hält die Angst am Leben.
- Sprechen Sie mit einem Menschen, dem Sie vertrauen.
Wann Sie professionelle Hilfe suchen sollten
Es ist Zeit, mit einer Fachperson zu sprechen, wenn die Angst länger als einige Wochen anhält, Sie am Arbeiten, Schlafen oder an sozialen Kontakten hindert oder wenn Sie immer mehr Dinge vermeiden. Angststörungen gehören zu den am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen: Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), ist sehr wirksam, und bei Bedarf kann auch eine medikamentöse Behandlung helfen.
Bei Serafeim Care beginnen unsere Psychiaterinnen, Psychiater und Psychologinnen mit einer sorgfältigen Abklärung und erstellen einen auf Sie abgestimmten Plan — in unserer Praxis in Tirana oder online, auf Albanisch, Englisch, Deutsch oder Griechisch. Mehr zur Behandlung von Angst.
Wenn Sie Gedanken haben, sich etwas anzutun, oder sich in Gefahr fühlen, wählen Sie sofort 127 oder 112 oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf.
Die Artikel dienen der Information und Aufklärung und ersetzen keine professionelle Beratung. Sollten die Symptome Ihren Alltag beeinträchtigen, können Sie sich für eine psychiatrische Beratung oder Psychotherapie in Tirana oder online an Serafeim Care wenden.




